Bericht zum Erörterungtermin im Bürgerhaus Kirchborchen am 16. Oktober 2018

Beginn um 9:30 Uhr, es folgten fast sechs Stunden – unterbrochen durch 2 x 15 Minuten Pause – in denen Argumente ausgetauscht, Gutachten verteidigt und angegriffen, sowie rechtliche Hinweise – schon mal mit dem belehrenden Zeigefinger, gegeben wurden.

Die Atmosphäre war zeitweise angespannt und durchgehend emotional. So kam von Seiten des Kreises zum Beispiel, … ich kann sie verstehen, aber da gibt es Vorgaben, … die Leitlinien geben das so vor …, das hat der Gesetzgeber so geregelt, das muss man so akzeptieren, … zu dem Thema müsste hier der Landrat sitzen, gehen Sie doch in seine Sprechstunde und tragen das vor

Deutlicher wurden da schon mal die Antragsteller, wenn sie beispielsweise sagten:  … da können Sie ja dann gegen klagen …

Der Einladung des Kreises Paderborn ins Bürgerhaus in Kirchborchen, waren trotz Herbstferien, zeitweise über 20 Bürger und Betroffene gekommen, um ihr Anliegen zu vertreten.

Weiterhin anwesend waren die 3 Antragsteller mit ihrem Gutachter für den Artenschutz sowie 4 Fachleute der Kreisbehörde, die den Erörterungstermin moderierten.

Eine spezielle Rolle hatte einer der Antragsteller, der gleichzeitig als Gutachter auftrat. Von ihm stammt der Landschaftspflegerische Begleitplan.  – Dieser Plan hat u.a. die Aufgabe: … das Vorhaben hinsichtlich seines Eingriffsumfangs in Natur und Landschaft zu bewerten und in Bezug auf die Biotopfunktion sowie anthropogene Nutzung des Geländes zu bilanzieren. – Der Antragsteller und Gutachter ist auch noch Mitarbeiter der Firma, die das Schall- und das Schattenwurfgutachten erstellt hat. Auf Nachfrage erklärten die Vertreter der Kreisbehörde diese Konstellation für unbedenklich.

Es ging – wie immer bei der Windkraft – um Lärmbelästigung, Infraschall, Schattenwurf und Artenschutz sowie optisch bedrängende Wirkung. Die Umweltverträglichkeitsprüfung, der Landschaftspflegerische Begleitplan, Landschaftsschutz und Baurecht waren auch Themen in den Einwendungen. Unter Sonstiges landeten die Einwendungen wie, die Kontrolle der Durchführung von Maßnahmen, der Denkmalschutz, Auswirkung auf Immobilienpreise, Tourismus und Naherholung.

Download: Tagesordnung Erörterung

Große Differenzen beim Thema Lärm, Infraschall, Artenschutz und Umweltverträglichkeit

Das Thema Infraschall ist im Genehmigungsprozess laut Kreis Paderborn nicht relevant.

Zu den Schallgutachten gab es kontroverse Diskussionen, über Messverfahren und Interpretation der Messergebnisse. Gönnerhaft war das Angebot des Kreises Paderborn, vor Ort zu messen, wenn man das wünscht.

Der Gutachter für das Thema Artenschutz hat sein Gutachten über alle anderen Gutachten zu diesem Thema gestellt. Dieses von sich selbst überzeugt sein führte mehrfach dazu, dass er denjenigen, die ihre Einwendungen zu seinem Gutachten vorbrachten, die Sachkompetenz absprach und er so weit ging zu äußern, er hätte bei den Teilnehmern der Sitzung gerne Fachleute gehabt.

An dieser Stelle fühlte sich die Seite der Auftraggeber/Investoren mal wieder dazu berufen, die Leitung des Meetings zu übernehmen und sie wollten die Diskussion zu dem aktuellen Tagesordnungspunkt für beendet erklären. Übrigens passierte das während des Erörterungtermins des Öfteren, dass versucht wurde, die Moderation des Meetings zu gestalten bzw. zu übernehmen.

Ein weiteres Beispiel für das Verhalten der Auftraggeber/Investoren beschreibt folgende Situation:

Der Einwand eines Teilnehmers, der außerhalb des Ortes wohnt, zum Thema optisch bedrängende Wirkung gipfelte in einer längeren lautstarken Erwiderung von Seiten eines der Auftraggeber, der die Rechtsprechung zitierte, sinngemäß referierte er belehrend … im Außenbereich ist das eben so, dass man das aushalten muss, … sein Lösungsvorschlag war dann: … es gibt ja, die Möglichkeit im Haus blickdichte Vorhänge anzubringen oder Rollladen, oder aber etwas mehr seitlich an den Windrädern vorbei zu blicken …

Ein Lehrstück in Zynismus wurde uns da kostenfrei geboten.

Wie geht es weiter?

Wir warten nun auf das Sitzungsprotokoll, dass der Kreis Paderborn zeitnah anfertigt und verteilt.

Erörterungstermin am 16. Oktober 2018 im Bürgerhaus

Der  für  den  16.10.2018  geplante  Erörterungstermin für die Einwendung gegen den Antrag zur Errichtung und zum Betrieb der Windkraftanlagen in Kirchborchen und Etteln Sehrt
Az.: 66.3/42458-17-600 (WEA 04 und WEA 05) u.
AZ.: 66.3/40818-18-600 (WEA 01 und WEA 03)
findet nunmehr am:
16.10.2018  ab  09:30  Uhr  im  Bürgerhaus  Kirchborchen,  Bohnenkamp  11, 33178 Borchen statt.

Einladung zur 25. Sitzung des Bau- und Umweltausschusses des Rates der Gemeinde Borchen am 11. Oktober 2018 um 17:30 Uhr

Am 07.11.2016 hat der Rat der Gemeinde Borchen beschlossen, das Verfahren zur 40. Änderung des Flächennutzungsplanes einzuleiten. Ziel des Verfahrens ist es, die Nutzung der Windenergie in der Gemeinde Borchen auf geeigneten Flächen zu konzentrieren.

„Einladung zur 25. Sitzung des Bau- und Umweltausschusses des Rates der Gemeinde Borchen am 11. Oktober 2018 um 17:30 Uhr“ weiterlesen

Wichtig: Rotmilan-Sichtungen in Borchen melden

Im September 2017 wurden bei Dörenhagen gleichzeitig über 100 Rotmilane gesichtet, die gemeinsam einen Schlafplatz gesucht haben. Dies tun sie meist in der Dämmerung und sind dabei sehr aufgeregt, so dass sie noch weniger als sonst auf die Umgebung achten – zum Beispiel nicht darauf, ob der Schwarm in die Rotorblätter einer Windenergieanlage fliegt.

„Wichtig: Rotmilan-Sichtungen in Borchen melden“ weiterlesen

Studie der Uni Mainz: Infraschall von Windrädern macht herzkrank

Tausende Menschen als Versuchsobjekte – Infraschall-Experiment im Kreis Paderborn

Viele Borchener wissen es schon länger, weil sie es am eigenen Leib spüren: die Immissionen von Windkraftanlagen machen krank. Schlaflosigkeit, Ohrdruck, Kopfschmerzen und Schwindel sind häufige Symptome, die auf Infraschall von Windenergieanlagen zurückzuführen sind. Bereits der hörbare Lärm ist eine große Belastung, aber oft noch belastender sind die Auswirkungen vom Infraschall, den sehr tieffrequenten Schallwellen der Windkraftanlegen.

„Studie der Uni Mainz: Infraschall von Windrädern macht herzkrank“ weiterlesen

Der totale Windkraftausbau – Investoren wollen noch mehr Windräder in Borchen

totaler Windkraftausbau in BorchenWieder liegen dem Kreis Paderborn neue Anträge für den Bau von Windkraftanlagen in Borchen vor. Die Windkraft-Investoren sind mit Borchen noch lange nicht fertig… Anträge werden munter weiter eingereicht, obwohl Borchen gerade einen neuen Flächennutzungsplan (FNP) aufstellt und Genehmigungen in dieser Zeit nicht erteilt werden (sollten).

Ein geplanter Bürgerwindpark in dem Gebiet, in dem nun doch wieder neue Anträge gestellt wurden, war vom betreuunden Planer Ahn abgeschmettert worden. Alle Anlagen im Zentrum des Gemeindegebiets werden zur endgültig totalen Umzingelung von Dörenhagen führen, dass bereits jetzt das „umzingelste Dorf Deutschlands“ ist. Allein aus dem Grunde hatte der Planer eindringlich vor JEDER weiteren Verdichtung von Windkraftanlagen in diesem Blickwinkel von Dörenhagen abgeraten.

Was hier versucht wird, kann nur noch als die reinste Form von Geldgier und Menschenverachtung beschrieben werden.

Bemerkenswert sind auch die massiven Anträge für die Lichtung im Wald südlich von Alfen auf Salzkottener Gebiet (ganzunten links im Bild) – in dem Wald wird keine Fledermaus mehr überleben können (diesen platzt der Lungensack durch den Unterdruck beim Vorbeifliegen). Davon abgesehen tragen diese Anlagen natürlich auch zum wunderschönen Landschaftsbild für Borchen bei. Obwohl dort die Windräder „nur“ 100m hoch gebaut werden dürfen – wegen des Flughafens Paderborn-Lippstadt – prasseln hier Anträge herein.

Ja, ihr seid alle dabei beim totalen Windkraftausbau im Kreis Paderborn – ob ihr wollt oder nicht. Und es ist noch lange nicht vorbei…

Wenn ihr euch Unterlagen vom Antrag sichern wollt, müsst ihr sie euch hier schnell runterladen, die werden bald wieder auf nimmer Wiedersehen hier entfernt: https://www.kreis-paderborn.de/kreis_paderborn/buergerservice/amtsverzeichnis/aemter/66-umweltamt/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-Immissionsschutz/Amtliche-Bekanntmachung-und-Auslegung.php#anchor_2c11d96e_Accordion-3-Buergerwind-Borchen-GmbH—Co.-KG–Eggestrasse-15–33178-Borchen–Errichtung-und-Betrieb-von-zwei-WEA-Typ-Siemens-SWT-DD-142-in-Etteln

Weitere Infos: Karte mit allen Windrädern im Kreis Paderborn (Geoportal Kreis Paderborn)

Windkraft – Tod für Vögel und Fledermäuse

toter Kolkrabe
Wem bricht bei so einem Anblick nicht das Herz? Schlagopfer Windkraftanlage: toter Kolkrabe im Kreis Paderborn

Genaue Zahlen zu toten Vögeln an Windkraftanlagen gibt es fast nicht. Das liegt auch daran, dass nahezu alle Kadaver nur durch Zufall gefunden werden und davon nicht alle in der Statistik eingehen. In Borchen gab es mehrere tote Greifvögel unter Windkraftanlagen, das ist traurige Realität.

An einer systematischen Suche zur Ermittlung von genauen Zahlen haben die Windkraft-Betreiber kein Interesse, schließlich werden die Konflikte im Artenschutz von Investoren und Bauherren in den Unterlagen zu den Bauanträgen konsequent als nicht relevant oder vernachlässigbar dargestellt.

Toter Mäusebussard unter Windenergieanlage bei Borchen – ein weiteres Schlagopfer
Hubertus Nolte von der Gesellschaft für Naturschutz im Bürener Land e.V.: Toter Mäusebussard unter Windenergieanlage bei Borchen – ein weiteres Schlagopfer

Dabei zeigen die Funde im Kreis Paderborn in diesem Jahr, dass es diesen Konflikt gibt und dringend geklärt werden muss wie viel Windkraftanlagen die Natur verkraftet. Sind die knapp 600 Windkraftanlagen im Kreis Paderborn eine Bedrohung für den streng geschützten Rotmilan? Führt deren Genehmigung und Bau zu einem Rückgang in diesem für den Rotmilan wichtigen Lebensraum? – Das würde die Population gefährden.

Rotmilan vor Windenergieanlage - bald Schlagopfer?
Rotmilan vor Windenergieanlage in Borchen – bald Schlagopfer?

Schlagopfer in Borchen zeigen, dass das Problem auch nahe Etteln und Dörenhagen mit den vielen bestehenden Anlagen real ist. Zu bedenken ist, dass alle Funde nur durch Zufall entdeckt wurden. Ein Großteil wird nie gefunden und geht nicht in die Statistik ein. Es gibt Schätzungen, dass pro Jahr bis zu 5 Vögel oder Fledermäuse von Windkraftanlagen erschlagen werden.

Die Ursachen von erschlagenen Vögeln liegen vor allem daran, dass diese den Rotorblättern nicht oder zu spät ausweichen. Vögel können oft die Geschwindigkeit nicht einschätzen, konzentrieren sich auf Beute am Boden oder geraten bei spielerischen Duellen mit anderen Vögeln in die Nähe der Rotoren. Dazu kommt, dass die Vögel in der Evolution nie mit Windkraftanlagen oder ähnlichem konfrontiert waren. Viele der gefährdeten Vögel haben oft keine Scheu vor den Anlagen.

Video von Windrad-Havarie in Borchen aufgetaucht

Ausmaß der Umweltverschmutzung durch die Havarie einer ENERCON E-115 Anlage ist weiter unklar. Weder der Kreis Paderborn noch ENERCON oder WestfalenWind haben bisher – auch 3 Wochen nach dem Unfall – irgendwelche Maßnahmen ergriffen, die Kontamination zu beseitigen. Es wurden nicht einmal Maßnahmen ergriffen, die weitere Verbreitung der Partikel durch Wind einzudämmen – inzwischen dürften sich die Teilchen aus Glasfaser und Füllstoff seit der Explosion der Windrad-Rotoren über Kilometer verbreitet haben.

Explosion und Partikelwolke in Havarie-Video erkennbar

In dem Video von der Explosion der Rotoren der Windkraftanlage, das das Regionalbündnis Windvernunft e.V. veröffentlicht hat, ist deutlich eine große „Staubwolke“ zu erkennen, die aus Millionen Partikeln bestand und sich mit dem Wind weit verbreitet hat.

Info-Veranstaltung von ENERCON für betroffene Landbesitzer

Letzten Montag hat ENERCON die betroffenen Landbesitzer zu einer Infoveranstaltung zur Kontamination an den Ort der Havarie an den Husener Weg geladen. Dort wurde klar, dass die Landwirte sehr unzufrieden über die ausbleibenden Reinigungsmaßnahmen sind und überlegen, einen Anwalt einzuschalten. ENERCON sprach von einem speziellen „Sauger“, der aus Holland herangeschafft werden soll, um die Umweltverschmutzung zu beseitigen.

Dies dürfte aber mit jedem Tag schwieriger werden, denn der Wind verteilt die scharfkantigen Teile immer weiter , zudem werden sie nun von der Vegetation überwuchert und in den Boden eingebracht werden. Damit können wir festhalten: Die Umweltzerstörung durch die Windrad-Havarie ist bereits irreparabel!

Kreis Paderborn ohne Notfall-Konzept für Windrad-Havarie?

Längst hätte der Kreis Paderborn dafür sorgen müssen, dass die großflächige Kontamination durch den Gau an der ENERCON-Windkraftanlage in Borchen-Etteln beseitigt wird – inzwischen ist es ausgeschlossen, dass diese Umweltverschmutzung restlos beseitigt werden kann.

Angesichts des unprofessionellen Umgangs mit einer Windrad-Havarie mit einem derart großen Ausmaß an Umweltverschmutzung muss man stark bezweifeln, dass es für diese Art Unfälle überhaupt irgendeine Art Notfall-Konzept gibt. Beim Gau einer über 200m hohen Windenergieanlage sind sehr schnell Mensch und Umwelt in höchster Gefahr – gerne würden wir die Notfallpläne sehen, die der Kreis Paderborn für Katastrophen mit Beteiligung von Windenergieanlagen entwickelt hat.

Windrad-Havarie: neue 200m-Windkraftanlage in Borchen völlig zerfetzt

Umweltkatastrophe durch Windenergieanlagen-Unfall im Kreis Paderborn: Ein neues ENERCON-Windrad in Borchen-Etteln ist auseinander geflogen. Ein über 800m großer Umkreis ist mit unzähligen Glasfaser-Partikeln kontaminiert!

Am 8. März 2018 um 18:15 Uhr sind zwei Rotoren einer nagelneuen ENERCON E-115-Windkraftanlage völlig zerfetzt worden – Teile sind mehr als 800m weit geflogen. Das ist der dritte schwere Windrad-Vorfall im Kreis Paderborn innerhalb von 2 Jahren. In Altenbeken war eine Windrad-Kanzel abgebrochen, in Dörenhagen ein ganzer Rotor, der durch die Luft geschleudert wurde und dann wie ein Schwert unweit der Bundesstraße im Acker steckenblieb.

Weder noch-Eigentümer ENERCON noch Bauherr WestfalenWind hatten nach dem Vorfall die Öffentlichkeit oder die Polizei unverzüglich informiert, obwohl Lebensgefahr durch herumfliegende Bruchstücke bestand. Erst nachdem ein Ettelner Bürger die Polizei informiert hatte, wurde der Bereich um die havarierte Windenergieanlage großräumig mit einigen Streifenwagen der Polizei abgesperrt. Die Absperrungen der Unfallstelle reichten bis fast nach Etteln.

Erst am 6. März waren die Flügel montiert worden, die Anlage war noch nicht ans Netz angeschlossen. Offensichtlich überdrehte sie und die Flügel konnten nicht mehr gestoppt werden. Es heißt, die Flügel drehten sich lediglich mit 19 km/h als sie in Stücke gerissen wurden. Wie weit wären Teile geflogen, wenn die Windenergieanlage mit höheren Geschwindigkeiten zerfetzt worden wäre?

Hier die Anlage am 6. März: Die Rotoren werden installiert – am 8. März fliegen 2 der Rotoren auseinander

ENERCON / WestfalenWind spielten den Vorfall sofort herunter – die Rotoren seien lediglich „abgebrochen“ und direkt zu Boden gestürzt hieß es in ersten Meldungen – wie kann es dann sein, dass Teile über 800m weit geflogen sind? Es ist nur ein glücklicher Zufall, dass kein Mensch verletzt wurde bei dieser spektakulären Havarie einer niegelnagelneuen Windenergieanlage in Borchen-Etteln.

Zu besichtigen ist das zerfetzte Windrad zwischen Dörenhagen und Etteln in der Gemeinde Borchen im Südkreis Paderborn. Wenige Meter neben der havarierten Windanlage werden gerade weitere 7 Windkraftanlagen desselben Typs errichtet – die übrigens nur deshalb gebaut werden, weil die CDU und die Grünen im Borchener Gemeinderat eine bewiesenermaßen erfolgreiche Klage der Gemeinde gegen diese Windräder letztes Jahr verhindert hatten. WestfalenWind betreibt bereits weitere 11 Windenergieanlagen des Typs E-115 im Kreis Paderborn.

lage_windenergieanlage_havarie_rotoren_zerfetzt_borchen

Die Glasfaser-Teile der zerfetzten Rotoren sind über eine riesige Fläche verstreut und oft sehr klein (siehe Fotos) – eine Reinigung wird fast unmöglich sein. Eine solche Havarie ist eine echte Umweltkatastrophe, weil die gesamte Umgebung mit unzähligen Glasfaser-Teilen verschmutzt wurde. Wie wollen ENERCON / WestfalenWind sicherstellen, dass dieser ganze Müll wieder eingesammelt wird?

Borchens Bürgermeister Allerdissen fordert einen Baustopp der baugleichen Anlagen bis die Ursache eindeutig geklärt ist – zur Stellungnahme des Bürgermeisters zur Havarie.

Diese Glasfaserpartikel sind besonders gefährlich, wenn Tiere sie aufnehmen, da sie sehr scharfkantig sind. Das gesamte Gebiet ist kontaminiert, es muss eventuell auch Erde abgetragen werden. Die nächste Heuernte im gesamten Gebiet ist in Gefahr – ebenso können Weiden für Kühe lebensgefährlich werden, sollen die Partikel dann noch überall herumliegen. Auch viele Wildtiere sind durch die messerscharfen Teile womöglich in Gefahr.

Wie sicher leben wir hier noch? Bei so vielen Windkraftanlagen wird immer mal wieder eine explodieren – eine Havarie kontaminiert allein ein riesiges Gebiet und die Folgen sind nicht absehbar.

Hinweis: Einen ausführlichen Bericht gibt es dazu auch im Westfalenblatt

„Rotorblätter von Windrad bei Borchen zerfetzt“ (Neue Westfälische)

Update vom 10.März:

Gerade haben wir auf einer Wiese (siehe Foto unten), die etwa 800m von der havarierten ENERCON E-115 Windkraftanlage entfernt ist, folgende Teile der Rotoren gefunden – dabei sind wir nur einen sehr kleinen Teil der Wiese abgegangen.

Zum einen handelt es sich um sehr harte, scharfkantige und faserige Teile – zum anderen um kleine Stücke einer Art Füllstoff:

havarie_windrad_borchen
Bruchstücke werden über 800m weit geschleudert